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Donnerstag, 26. November 2009

Neues (oder eben nicht) zur Umfahrungsstrasse - Etappierte Planung

Endlich kommt wieder etwas Leben in das Projekt, ist man geneigt zu sagen. Zu lange war es wieder still um die Umfahrungsstrasse geworden, auch in den Medien. Nachdem gestern im Landrat das Strassenbauprogramm für 2010 jedoch abgesegnet wurde, gibt's wieder Neuigkeiten.

Gemäss Südostschweiz von heute (oder online hier nachzulesen unter http://www.suedostschweiz.ch/medien/sogl/index_detail.cfm?id=674735) soll die Umfahrungsstrasse etappenweise geplant und realisiert werden. Zuerst die Umfahrung Näfels, dann Netstal, etc. Wobei sich die Näfelser und Netstaler wohl nicht richtig darüber einig geworden sind. Auch bis wann vom Bund her ein Entscheid zu erwarten ist bezüglich Nationalstrassen-Netz kann nur vermutet werden. Man geht von Mitte 2011 aus. Jedoch sind sich die Herren Marti und Hefti sicher, dass in Bern genau dies Etappen-Planung vom Kanton Glarus erwartet wird und dies der richtige Weg ist. Wir sind gespannt, ob dies wirklich der Fall ist!

So oder so, bis endlich die Baumaschinen auffahren wird es wohl noch einige Jahre dauern...bis dahin heisst weiterhin Geduld haben bei der Fahrt durch den Kanton und bei den politischen Entscheiden....

Freitag, 24. Juli 2009

Glaruspark – ein umstrittenes Einkaufszentrum erregt die Gemüter

Seit einigen Jahren wird darüber verhandelt, ob beim Bhf Weesen, jedoch noch auf dem Gemeindegebiet von Mollis, ein grösseres Einkaufszentrum gebaut werden soll. Nach diversen Einsprachen und Revidierung der Planung geht die politische Diskussion über die Bauvergabe langsam aber sicher in die entscheidende Phase. Die Gegner des Glarusparks wollen sich nun gemeinsam in einer Aktionsgruppe gegen den Glaruspark zusammenschliessen.
http://www.suedostschweiz.ch/medien/sogs/index_detail.cfm?id=640596

Nun, ich kann gewisse Bedenken soweit nachvollziehen und es ist sicher nicht alles Gold was glänzt bei diesem Projekt. Und in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist die Skepsis sicher nicht kleiner geworden.

Haupteinwände liegen zum einen in der Grösse des Projektes (der Glaruspark soll grösser werden als das Seedammcenter in Pfäffikon SZ), zum anderem wegen dem hohen Verkehrsaufkommen. Nun gut, über diese Punkte lässt sich streiten. Ist ein so grosses Einkaufszentrum nötig, nachdem auch in Näfels an einem kleineren gebaut wird?
Zudem befürchten die lokalen Ladenbesitzer die Konkurrenz.

Ich persönlich bin ganz klar für den Bau des Zentrums. Zum einen mal enstehen so diverse neue Arbeitsplätze, die selbst – im Worst Case – allfällige Ladenschliessungen im Glarnerland mehr als gutmachen. Der Kanton Glarus braucht wirtschaftliche Impulse, zumal nicht erst seit der Wirtschaftskrise die Arbeitsplätze eher knapp sind, und diverse Unternehmen momentan Kurzarbeit haben. Auch die Glarner Firmen aus der Baubranche könnten sicher von der Grossbaustelle profitieren und ein grosses Auftragsvolumen würde mit Sicherheit an Glarner Firmen verteilt. Das Einkaufszentrum – mit sicherlich auch neuen Angeboten, für die momentan bis in den Raum Zürich gefahren werden muss – steigert auch die Attraktivität der Region als Wohngegend und bringt zusätzlich Leute von ausserhalb in die Region.

Da das Areal, wo gebaut werden soll, sowieso zwischen der Autobahn und den Zuggeleisen liegt und auch zum jetzigen Zeitpunkt (mit dem Kieswerk) kein Naherholungsgebiet darstellt, besteht aus meiner Sicht auch da kein wichtiger Grund, gegen einen Bau. Zudem fällt so auch kein grosser Mehrverkehr durch Besucher des Einkaufszentrums an.


Dass lokale Läden und Detaillisten sich der neuen Situation anpassen müssten, ist klar. Mit einem attraktiven und angepassten Sortiment, sowie mit den Vorteilen, die die lokalen Detailisten gegenüber grossen Einkaufszentren haben, (persönlichere Beratung, langjährige Kundenbeziehung, geografische Nähe zum Konsumenten, spezialisierte und tiefere Sortimente als Generalisten, etc.) findet aber sicher der grösste Teil dieser Läden seine Nische und seine Daseinsberechtigung.

Eure Meinung zum Thema interessiert mich natürlich auch. Schreibt drauf los.

Derweil blicke ich gespannt auf die weitere Entwicklung und hoffe, dass diesmal die Politik etwas wirtschaflticher und zukunftsorientierter denkt, als beim vermeintlichen Bau des Lidls Hauptsitzes, sowie beim Projekt Fischfarm Mollis.

Montag, 22. Juni 2009

Autofahren im Glarnerland

Im Gegensatz zu meinem guten Freund Dabu (http://youngandfantastic.blogspot.com/) der ein konsequenter ÖV-Nutzer ist, habe ich nach vier Jahren täglich mit der SBB nach Zürich pendeln und dann mit dem Tram ins Büro, beschlossen, meinen neuen Arbeitsweg nach Chur mit dem Auto auf mich zu nehmen. Zum einen hat dies mit der ungünstigen Lage des neuen Arbeitsplatzes zu tun, zum anderen fahre ich einfach gerne Auto. Ja, ich bin ein überzeugter Autofahrer. Das ist in einer ländlichen Region, wie dem Glarnerland auch nicht so verkehrt, denke ich. Zumal die Anbindung und die Verbindungen mit den ÖV's nicht wirklich ideal sind (wenn auch viel besser als noch vor ein paar Jahren). Auf jeden Fall ist ja schon seit Jahren, oder Jahrzehnten die Diskussion rund um die Umfahrungsstrasse im Gange. Leider auch eben so lange ohne wirkliche Resultate. Nun ja, so ein Entscheid hat sicher eine sehr einschneidende Wirkung und je nach Lösung (Route der Strasse) auch einen Einfluss auf das Landschaftsbild des schönen Glarnerlandes. http://www.umverkehr.ch/100-Mrd.-Ostschweiz.html Nichtsdestotrotz sollten jetzt langsam aber sicher Nägel mit Köpfen gemacht werden. Das Hinterland stirbt immer mehr aus. Die wenigen Betriebe im Industriesektor, die sich da noch halten, sind wohl mehr aus Goodwill und Lokalpatriotismus, als auch wirtschaftlichen Gründen da ansässig. Wenn ich mir aber überlege, wie mühsam Anfahrtswege sind, die zum grössten Teil auch mit den LKW's gemacht werden müssen (da die SBB ja in fast allen Bahnhöfen die Gleiszahl auf ein Gleis reduziert hat und somit die Infrastruktur für den Bahnverkehr teilweise eingeschränkt hat). Nun möchte ich jedem Politiker mal ans Herz legen, zu den Hauptverkehrszeiten von Näfels (Autobahnausfahrt) nach Schwanden zu fahren. Eine Strecke von gut 14 Kilometer. Unter normalen Umständen (normales Verkehrsaufkommen) fahrbar in gut 20 Minuten. Nebst der tollen Baustelle, die einem schon (von Zürich oder Chur herkommend) auf der Autobahn die Nerven raubt, steht man vor sämtlichen Kreiseln und auch dazwischen permanent im Stau, oder im stockenden Kolonenverkehr. So kann es gut sein, dass man für 14 Kilometer 35-45 Minuten unterwegs ist. In dieser Zeit fährt man auch locker von Näfels nach Zürich (65 Kilometer)!!! Die Vorteile einer Umfahrungsstrasse für die Wirtschaft & Industrie, für die Arbeitnehmer (speziell Pendler) und natürlich auch für den Tourismus (Anfahrtswege nach Elm, & Braunwald würden deutlich verkürzt werden) liegen meiner Meinung nach deutlich auf der Hand. Jetzt sollen endlich mal Nägel mit Köpfen gemacht werden! Doch bis die Strasse stehen wird, werde ich mich und vermutlich auch viele andere Autofahrer täglich nerven und hoffen, dass die Politik das Heft nun definitiv in die Hand nimmt. Wenn also ein entnervter Autofahrer hinter Euch die Hände verwirft und wild gestikuliert...dann wär das dann ich :)